Ausstellung „733:02:35“ im Deutschen Bundestag

Die Ausstellung „733:02:35“ wurde am 7. Oktober 2026 im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages eröffnet und wird dort bis zum 6. November 2026 gezeigt.

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Erinnerung an das Hamas-Massaker
Die Ausstellung erinnert an das von der Terrororganisation Hamas verübte Massaker vom 7. Oktober 2023 sowie an die bis heute sichtbaren Folgen dieses Tages in Israel.

Weitere Informationen zu den Inhalten, zur Entstehung und zur Konzeption finden Sie über das Navigationsmenü dieser Website.

Öffentlicher Zugang:
Die Ausstellung „Israel 733:02:35“ kann vom 7. Oktober bis zum 6. November 2026, kostenlos besucht werden. Für den Besuch der Ausstellung ist spätestens zwei Werktage vor dem gewünschten Besuchstermin eine Anmeldung über das Anmeldeformular erforderlich. 

Begleitend zur Ausstellung werden Führungen angeboten.

Über die Ausstellung
733 Tage, 2 Stunden und 35 Minuten lagen zwischen dem Morgen des 7. Oktober 2023 und dem Abkommen zur Freilassung der letzten von der Hamas festgehaltenen Geiseln im Oktober 2025. Diese Zeitspanne gibt der Ausstellung ihren Titel.

„733:02:35“ verbindet Fotografien, Porträts, persönliche Videointerviews und installative Elemente. Die Ausstellung knüpft an die Fotografien der Ausstellung „Be’eri 6:56“ an, welche die Zerstörungen in den Kibbuzim Be’eri, Nir Oz und Re’im wenige Wochen nach dem 7. Oktober dokumentierte. Diesen frühen Aufnahmen stellt sie Fotografien und Videointerviews gegenüber, die während einer Projektreise im September und Oktober 2025 entstanden sind.

Zerstörtes Haus des Friedensaktivisten Oded Lifshitz, 5. Oktober 2025

„Wer über die Gegenwart im Nahen Osten spricht, muss dort hinschauen, wo dieser Krieg begonnen hat: beim Massaker der Hamas am 7. Oktober.“
– Christian Weiß, Fotograf und Projektleiter

Spuren der Gewalt
Gemeinsam erzählen diese Aufnahmen nicht nur vom Massaker selbst, sondern auch davon, wie sich seine Folgen zwei Jahre später in den betroffenen Orten und im Leben der Menschen widerspiegeln.

Die Ausstellung führt nach Be’eri, Nir Oz, Nahal Oz, Kfar Aza, Sderot und auf das Gelände des Nova-Festivals – an Orte, die für viele zu Symbolen geworden sind und bis heute die Spuren der Gewalt tragen. Sie zeigt zerstörte Häuser, verlassene Räume und die Überreste einer zerbrochenen Lebenswelt. Die Fotografien werden so zu stillen Zeugen des Massakers.

„Dass die neue Ausstellung nun im Deutschen Bundestag eröffnet wird, ist für uns ein wichtiges Zeichen der Erinnerung und Solidarität. Die Opfer des 7. Oktober dürfen nicht aus dem öffentlichen Gedächtnis verschwinden.“
– Sabrina Zinke, Kuratorin und Projektmitglied

Der Kampf um Rückkehr und Erinnerung
Zugleich erzählt die Ausstellung vom langen Kampf der Angehörigen und der israelischen Gesellschaft um die Rückkehr der Geiseln und darum, ihre Schicksale im öffentlichen Bewusstsein zu halten.

Protestplakate am Platz der Geiseln in Tel Aviv, 2. Oktober 2025

Verlust, Trauer, Hoffnung
Die Videointerviews eröffnen eine persönliche Perspektive. In ihnen berichten Überlebende und Angehörige von Verlust, Trauer und den bleibenden Folgen des 7. Oktober. Sie geben intime Einblicke in den individuellen Umgang mit Leid und traumatischen Erfahrungen, aber auch in Hoffnung, Entschlossenheit und Selbstbehauptung.

Oshrit Salbag, Überlebende aus Nahal Oz, 6. Oktober 2025

Unterstützt von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. AG Würzburg